Wie wählt man das richtige Netz für Käfige und Volieren?
Kurzantwort: Für den Bau von Käfigen und Volieren eignet sich vor allem verzinktes Schweißgitter, da es stabil, feuchtigkeitsbeständig, leicht zu reinigen und gut desinfizierbar ist. Bei der Auswahl sollten Maschenweite, Drahtstärke, Rollenbreite und Korrosionsschutz immer an die jeweilige Tierart angepasst werden.
1. Warum ist die Wahl des richtigen Netzes für Käfige so wichtig?
Das Netz für Käfige und Volieren hat direkten Einfluss auf die Sicherheit der Tiere, die einfache Reinigung und die Haltbarkeit der gesamten Konstruktion. Käfige für Kaninchen haben andere Anforderungen als Käfige für Hühner, Wachteln, Nutrias oder Ziervögel.
Ein falsch gewähltes Gitter kann zu schwach sein, zu wenig Korrosionsschutz bieten oder eine unpassende Maschenweite haben. Das kann zu Beschädigungen des Käfigs, Fluchtversuchen, Verletzungen oder Problemen bei der Hygiene führen.
Die wichtigsten Parameter bei der Auswahl:
- Maschenweite,
- Drahtstärke,
- Art des Korrosionsschutzes,
- Steifigkeit der Konstruktion,
- einfache Reinigung und Desinfektion,
- Anpassung an die jeweilige Tierart.

2. Warum eignet sich verzinktes Schweißgitter besonders gut?
Für die Herstellung von Käfigen wird häufig verzinktes Schweißgitter beziehungsweise Volierendraht empfohlen. Es ist stabiler als geflochtenes Drahtgeflecht und behält seine Form gut bei. Dadurch lassen sich Wände, Böden und Trennwände leichter herstellen.
In der Tierhaltung ist Hygiene besonders wichtig. Käfige kommen regelmäßig mit Feuchtigkeit, Kot, Reinigungsmitteln und Desinfektionsmitteln in Kontakt. Verzinktes Schweißgitter hält solchen Bedingungen besser stand als Draht ohne Schutzbeschichtung.
Die wichtigsten Vorteile von verzinktem Schweißgitter:
- hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit,
- größere Steifigkeit der Konstruktion,
- einfache Reinigung,
- Möglichkeit zur Desinfektion,
- Beständigkeit gegen mechanische Beschädigungen,
- geringeres Risiko des Durchbeißens durch Tiere.
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3. Wie wählt man die richtige Maschenweite?
Die Maschenweite sollte an die Tierart, die Größe der Tiere und den Einsatzbereich angepasst werden. Für Käfigwände kann eine andere Maschenweite sinnvoll sein als für den Boden.
| Anwendung | Beispielhafte Maschenweite | Hinweise |
| Käfigwände für Kaninchen | 25x25 mm oder 25x50 mm | geringerer Materialverbrauch und gute Belüftung |
| Käfigboden für Kaninchen | 13x13 mm, 16x16 mm oder 19x19 mm | kleinere Maschen schützen die Pfoten |
| Käfige für Küken | bis 16x16 mm oder 12,7x25,4 mm | guter Schutz für Jungvögel |
| Käfige für Wachteln | 12,7x12,7 mm oder 12,7x25,4 mm | Maschen müssen das Entweichen verhindern |
| Käfige für Nutrias | 25x25 mm für den Boden, bis 40–50 mm für Wände | größere Drahtstärke erforderlich |
Je kleiner die Tiere sind, desto feiner sollte die Maschenweite sein. Bei Böden ist außerdem wichtig, dass das Gitter die Pfoten nicht verletzt.
4. Welche Drahtstärke sollte man wählen?
Die Drahtstärke beeinflusst Haltbarkeit, Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit des Käfigs. Zu dünner Draht kann sich verbiegen, während zu dicker Draht schwieriger zu bearbeiten ist.
Für Käfige und Volieren werden häufig Gitter mit Drahtstärken von etwa 1,2 mm bis 2,5 mm verwendet. Die passende Wahl hängt von Tierart und Belastung der Konstruktion ab.
- Draht 1,2–1,4 mm eignet sich für kleine Vögel und leichte Käfige,
- Draht 1,4–1,6 mm passt gut für Böden und Wände bei kleineren Tieren,
- Draht 2 mm und stärker ist für Nutrias, größere Kaninchen und stärker belastete Konstruktionen sinnvoll.
An Stellen mit höherem Druck, möglichem Nagen oder häufiger Reinigung sollte ein stärkerer Draht gewählt werden.
5. Welches Netz eignet sich für Kaninchenkäfige?
Bei Kaninchen sollten Wände und Boden getrennt betrachtet werden. Für die Wände kann ein Gitter mit größeren Maschen verwendet werden, während der Boden feiner und pfotenschonender sein sollte.
Für die Wände eines Kaninchenstalls eignen sich Maschenweiten von 25x25 mm oder 25x50 mm, am besten mit einer Drahtstärke von etwa 1,6–2 mm.
Für den Boden sind kleinere Maschen besser geeignet:
- 13x13 mm,
- 16x16 mm,
- 19x19 mm.
Der Bodendraht sollte etwa 1,4 mm oder stärker sein, um das Risiko von Pfotenverletzungen zu reduzieren. In vielen Haltungen wird auch ein gemischter Boden verwendet: ein Teil aus Holz und ein Teil aus Gitter, damit Abfälle leichter an eine bestimmte Stelle fallen können.
6. Welches Netz eignet sich für Nutriakäfige?
Nutrias sind größer und kräftiger als Kaninchen, deshalb müssen ihre Käfige aus stärkerem Gitter gefertigt werden. Die Wände können aus Gitter mit Maschenweiten bis etwa 40–50 mm bestehen.
Für den Boden eignet sich eine Maschenweite von etwa 25x25 mm. Die Drahtstärke sollte mindestens 2 mm betragen, bei stärker belasteten Konstruktionen auch mehr.
Käfige aus Drahtgitter sind für Nutrias praktisch, weil sie leichter zu reinigen sind als Betonkonstruktionen. Häufig werden sie durch eine Lauffläche und einen Bereich mit Zugang zu Wasser ergänzt.
7. Welches Netz eignet sich für Hühnerküken und Wachteln?
Bei Geflügel und kleinen Vögeln ist es besonders wichtig, die Maschenweite so zu wählen, dass die Tiere nicht entweichen und weder Kopf noch Beine eingeklemmt werden können.
Für Käfige für Hühnerküken eignen sich zum Beispiel Maschenweiten:
- 16x16 mm,
- 12,7x25,4 mm,
- 12,5x25 mm für den Boden.
Bei Wachteln sollte die Maschenweite noch genauer angepasst werden. Häufig verwendet man 12,7x12,7 mm oder 12,7x25,4 mm.
Erfahrene Wachtelhalter bauen nicht alle Seiten vollständig aus Gitter, da diese Vögel empfindlich auf Lärm, Zugluft und äußere Reize reagieren. Seiten- und Rückwände können daher teilweise geschlossen ausgeführt werden.
8. Wie wählt man den richtigen Verzinkungsgrad?
Der Verzinkungsgrad beeinflusst die Korrosionsbeständigkeit des Gitters. Je mehr Zink auf der Oberfläche vorhanden ist, desto länger bleibt das Gitter unter schwierigen Haltungsbedingungen haltbar.
Gitter können unterschiedliche Mengen an Zinkbeschichtung aufweisen, zum Beispiel von 10 bis 130 g/m². Für Käfige, die regelmäßig gereinigt, desinfiziert und Feuchtigkeit ausgesetzt werden, sollte ein besserer Korrosionsschutz gewählt werden.
- eine niedrigere Zinkschicht ist günstiger, aber weniger langlebig,
- etwa 50 g/m² eignet sich gut für Käfigwände,
- etwa 130 g/m² ist für Böden und besonders feuchtigkeitsbelastete Bereiche empfehlenswert.
Für die Herstellung von Käfigen eignet sich feuerverzinktes Gitter besonders gut, da es besseren Korrosionsschutz bietet.
9. Welche Fehler passieren häufig bei der Auswahl von Käfiggittern?
Die häufigsten Fehler entstehen durch die Wahl eines zu billigen oder unpassenden Gitters. In der Tierhaltung zählt nicht nur der Preis, sondern vor allem die Sicherheit der Tiere und die Haltbarkeit der Konstruktion.
- zu große Maschen für kleine Tiere,
- zu dünner Draht für den Boden,
- fehlender ausreichender Korrosionsschutz,
- Verwendung von schwer zu reinigendem Gitter,
- fehlende Verstärkung an stark belasteten Stellen,
- Käfige für Wachteln vollständig aus Gitter ohne geschützte Seiten.
Ein richtig ausgewähltes Gitter reduziert das Risiko von Verletzungen, Fluchtversuchen und schnellem Verschleiß der Käfigkonstruktion.
10. Wie pflegt man Käfige aus Schweißgitter?
Käfige aus Schweißgitter sind relativ pflegeleicht, benötigen aber regelmäßige Reinigung und Kontrolle des technischen Zustands.
- Mist und Futterreste regelmäßig entfernen,
- Oberflächen mit Wasser und geeigneten Mitteln reinigen,
- Käfige je nach Bedarf der Haltung desinfizieren,
- Schweißpunkte kontrollieren,
- auf Korrosionsstellen achten,
- scharfe oder beschädigte Drahtstellen entfernen.
Durch regelmäßige Pflege können die Käfige viele Jahre genutzt werden, während die Tiere sichere und hygienische Bedingungen haben.
Zusammenfassung und wichtigste Informationen
Für den Bau von Käfigen und Volieren eignet sich verzinktes Schweißgitter besonders gut, weil es steif, langlebig, feuchtigkeitsbeständig und leicht zu desinfizieren ist. Maschenweite und Drahtstärke sollten immer an Tierart und Funktion des jeweiligen Käfigteils angepasst werden.
Für Wände können häufig größere Maschen verwendet werden, während Böden feiner und stärker ausgeführt sein sollten. Wichtig ist auch der Verzinkungsgrad, besonders an Stellen, die Feuchtigkeit, Kot und häufiger Reinigung ausgesetzt sind.
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