Welche Schrauben für Porenbeton?
Kurzantwort: Für Porenbeton, also Gasbeton wie Ytong, H+H oder Solbet, sollte man spezielle Porenbetonschrauben oder dafür vorgesehene Befestigungssysteme verwenden. Diese Schrauben haben eine besondere Gewindegeometrie, die sich sicher in der porösen Struktur des Materials verankert. Normale Holz- oder Metallschrauben bieten in Porenbeton keine ausreichende Tragfähigkeit und keine dauerhaft sichere Verbindung.
1. Was ist Porenbeton und warum braucht er spezielle Schrauben?
Porenbeton ist ein leichter Baustoff mit offenporiger Struktur. Er wird häufig im Einfamilienhausbau, Mehrfamilienhausbau und Innenausbau eingesetzt. Seine Vorteile sind einfache Bearbeitung, geringes Gewicht und gute Wärmedämmung.
Gleichzeitig ist Porenbeton weniger widerstandsfähig gegen punktuelle Belastungen als klassischer Beton. Deshalb müssen Schrauben in diesem Material die Kräfte möglichst großflächig übertragen und dürfen das Mauerwerk nicht ausbrechen lassen.
Geeignete Schrauben für Porenbeton sollten:
- eine große Kontaktfläche im Baustoff erzeugen,
- die Belastung gleichmäßig verteilen,
- das Risiko von Ausbrüchen im Untergrund verringern,
- für die poröse Struktur von Porenbeton geeignet sein.
2. Welche Schrauben verwendet man für Porenbeton?
Je nach Anwendung gibt es mehrere Befestigungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass das Befestigungselement ausdrücklich für Porenbeton oder Gasbeton geeignet ist.
Häufig verwendete Lösungen sind:
- Porenbetonschrauben ohne Dübel – direkt in den Untergrund eingedreht,
- Porenbetonschrauben mit Dübel – für höhere Belastungen oder spezielle Montagesituationen,
- Konstruktionsschrauben für Porenbeton,
- spezielle Anker und Befestigungssysteme für Gasbeton.
Für viele leichte und mittlere Anwendungen sind direkte Porenbetonschrauben besonders praktisch, weil sie ohne zusätzlichen Dübel montiert werden können und die Arbeit beschleunigen.
Passende Schrauben und Befestigungslösungen für Porenbeton sind im Sortiment von Lun Fix erhältlich.

3. Welche Schraube eignet sich für Gasbetonsteine?
Gasbetonstein ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Stein oder Block aus Porenbeton. Die Auswahlregeln sind daher ähnlich wie bei Porenbeton allgemein.
Für leichte und mittlere Belastungen eignen sich:
- Porenbetonschrauben mit grobem Spezialgewinde,
- Stahlschrauben mit Korrosionsschutzbeschichtung,
- Befestigungen, die ohne Dübel direkt im Material halten.
Bei höheren Belastungen, zum Beispiel bei Hängeschränken, Handläufen oder tragenden Bauteilen, sollte man ein Befestigungssystem wählen, das ausdrücklich für Porenbeton geeignet ist. Je nach Anwendung können auch chemische Anker mit passenden Zubehörteilen für poröse Baustoffe sinnvoll sein.
4. Wie wählt man Länge und Durchmesser der Schraube?
Die richtige Größe hängt nicht nur vom befestigten Bauteil ab. Entscheidend sind auch die Belastung, die Dichte des Porenbetons und die geforderte Verankerungstiefe.
Bei der Auswahl sollte man berücksichtigen:
- die Stärke des zu befestigenden Elements,
- die erwartete Belastung,
- die Rohdichte und Festigkeit des Porenbetons,
- die empfohlene Verankerungstiefe des Herstellers.
In der Praxis werden häufig Schraubendurchmesser von 6–10 mm und Längen von 60–120 mm verwendet. Je höher die Belastung ist, desto wichtiger sind ausreichender Durchmesser und tiefere Verankerung im Untergrund.
5. Braucht man bei Porenbeton immer Dübel?
Nicht immer. Einer der Vorteile spezieller Porenbetonschrauben ist, dass sie in vielen Fällen ohne Dübel direkt in den Porenbeton eingedreht werden können.
Das bringt mehrere Vorteile:
- schnellere Montage,
- weniger Arbeitsschritte,
- geringeres Risiko von Beschädigungen im Material,
- saubere und einfache Befestigung.
Dübel oder spezielle Ankersysteme können jedoch bei größeren Lasten, kritischen Befestigungen oder sicherheitsrelevanten Bauteilen erforderlich sein. Dann sollte immer ein zum Porenbeton passendes System gewählt werden.
6. Welche Montagefehler sollte man bei Porenbeton vermeiden?
Porenbeton ist leicht zu bearbeiten, reagiert aber empfindlich auf falsche Befestigung. Deshalb sollte man besonders auf die passende Schraube und kontrolliertes Anziehen achten.
Häufige Fehler sind:
- normale Holzschrauben oder Metallschrauben zu verwenden,
- die Schraube zu kurz oder zu flach zu setzen,
- den Durchmesser nicht an die Belastung anzupassen,
- die Schraube zu stark anzuziehen,
- Herstellerangaben des Befestigungssystems zu ignorieren.
Solche Fehler können dazu führen, dass sich die Verbindung lockert oder die Schraube aus dem porösen Untergrund herausgerissen wird.
7. Welche technischen Empfehlungen sind wichtig?
Schrauben für Porenbeton sollten für diesen Baustoff vorgesehen sein und zur geplanten Belastung passen. Besonders bei schwereren Bauteilen sollte man nicht nach Gefühl montieren.
Wichtig ist:
- nur Schrauben oder Befestigungssysteme für Porenbeton verwenden,
- Tragfähigkeitsangaben des Herstellers beachten,
- empfohlene Bohrloch- oder Einschraubtiefe einhalten,
- Belastung und Materialdichte berücksichtigen,
- bei schweren Lasten ein geeignetes Ankersystem wählen.
Diese Punkte beeinflussen direkt die Sicherheit und Haltbarkeit der Befestigung.
Zusammenfassung und wichtigste Informationen
Für Porenbeton und Gasbetonsteine sollte man spezielle Porenbetonschrauben oder passende Befestigungssysteme verwenden. Sie sind für poröse Baustoffe entwickelt und bieten deutlich besseren Halt als normale Holz- oder Metallschrauben.
Für viele Anwendungen eignen sich Schrauben mit 6–10 mm Durchmesser und 60–120 mm Länge. Entscheidend sind jedoch immer Belastung, Materialdichte, Befestigungstiefe und die Angaben des Herstellers. Bei schweren Bauteilen sollte man ein speziell für Porenbeton vorgesehenes Anker- oder Befestigungssystem wählen.
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